Abschnitt aus dem Buch "Der Stahlclan 1. Teil Der einsame Läufer Kapitel 18"

20.01.2015 17:07

Paul hat dann wieder Gas gegeben und fuhr an der Kreuzung Doboj-Tuzla vorbei. Auf dem Tacho war etwa 120, als es passiert hat.

Zuerst blendender Blitz, Paul hat die Orientierung und gleich fast seine Kontrolle über dem Auto verloren. Dann knallte es mehrmals, Paul hörte dann nichts mehr. Die folgende Detonation hat BMW halben Meter in die Höhe gehoben. Durch einen Wunder ist  das Auto auf seine 4 Räder wieder auf die Straße gelandet. Da aber hat schon Paul noch in der Luft instinktiv voll gebremst. Nach der Landung hat sich der Wagen nach rechts geschleudert.

Paul hat es mit Handbremse korrigiert und wieder Bremspedal voll gerückt.

Rundum sind Stücke vom etwas, was wie ein rotes Eisen aussah, geflogen. Aber es war kein Eisen.

BMW hat mit quietschenden Reifen gehalten. Von dem ehemaligen Checkpoint ist innerhalb 30 Sekunden nichts geblieben.

Der Wagen hat noch vor dem Halten noch ein bisschen gesprungen, als sie etwas überfuhren.

 

Paul zitterte, als er mitten der rauchenden Trümmern vom Auto ausstieg.

Das gefurchte Reichstetter´s Gesicht  zitterte sich voll von Spannung, aber sein Schritt war ruhig.

Rundum war es ein Grusentheater – schreckliche Aussicht an die Reste von zertrümmerter Brücke, die sich im Fluss 50 Meter tief unten befunden.

Paul schaute hinten nach, was sie überhaupt überfuhren?

Er konnte seinen Augen überhaupt nicht glauben – es war ein Menschenarm, aus dem es noch rauchte und Blut in die Höhe spritzte. Es hat Faust geballt, der wie zu aller Welt gedroht hat:

WAS HABEN SIE MIR ES GETAN???

Rundum überall war unvorstellbare Mischung von gekrümmten Metalltrümmern, die mit verbluteten und rauchenden Menschenreste verbunden sind.

Auf einem Kandelaber, der mit Wunder dort unzerstört stand, ist der Helm mit blauem Symbol der Vereinigten Nationen hängen geblieben.